Transparenz
So messen wir
Kaum ein Anbieter legt offen, wie seine Zahlen entstehen. Wir schon, auch da, wo unsere Messung Grenzen hat. Hier liest du, wie CiteKit misst, was die Zahlen bedeuten und wo du sie mit Vorsicht lesen solltest.
1. Warum wir jede Frage mehrmals stellen
KI-Programme antworten nicht jedes Mal gleich, selbst auf dieselbe Frage. Würden wir nur einmal fragen und deine Marke käme in dieser einen Antwort zufällig nicht vor, sähe das nach einem Problem aus — dabei wäre es nur eine Momentaufnahme. Deshalb stellen wir jede Frage mehrmals: bei wöchentlicher Messung dreimal, bei täglicher Messung einmal pro Tag, was über die Woche ebenfalls mehrere Durchgänge ergibt. So verzerrt ein einzelner Ausreißer nicht gleich das ganze Bild.
2. Was der Vertrauensbereich bedeutet
Zu jeder Sichtbarkeits-Zahl zeigen wir dir eine Bandbreite, den sogenannten Vertrauensbereich (statistisch: das Wilson-Intervall). Wenn wir schreiben „28 % (24–33 %)", heißt das: Der wahre Wert liegt sehr wahrscheinlich in diesem Bereich. Je mehr Messungen zusammenkommen, desto enger wird die Bandbreite. Die Zahl wird mit der Zeit also genauer, nicht schöner gerechnet.
3. Wir messen an der Schnittstelle der KI-Dienste — nicht in ihrer App
Wir stellen unsere Fragen über die technische Schnittstelle der KI-Dienste, nicht in der App, die du auf deinem Handy oder im Browser nutzt. Antworten über die Schnittstelle können kürzer ausfallen und seltener Quellen nennen als in der App. Das betrifft jeden Anbieter, der KI-Sichtbarkeit auf diese Weise misst. „Die eine richtige Antwort" der KI können wir deshalb nicht abbilden. Wir vergleichen stattdessen deinen Verlauf über die Zeit und deine Werte mit denen deiner Wettbewerber — immer unter denselben Bedingungen, damit der Vergleich fair bleibt.
4. Die fünf KI-Dienste und unsere deutschen Einstellungen
Wir fragen bei fünf KI-Diensten nach: ChatGPT, Perplexity, Gemini, Claude und der Google-KI-Übersicht. Wir stellen alle Fragen auf Deutsch und sagen den Diensten, dass wir aus Deutschland fragen. So sind die Antworten möglichst nah an dem, was auch deine Kundinnen und Kunden in Deutschland, Österreich oder der Schweiz zu sehen bekommen.
5. Wie sich der Umfang deiner Messung ergibt
Der Umfang einer Messung ergibt sich aus deinen Fragen, mal den fünf KI-Diensten, mal der Anzahl der Wiederholungen. Mehr Fragen bedeuten also mehr Einzelmessungen. Deshalb zählen unsere Tarife Fragen, nicht KI-Dienste: Alle fünf sind in jedem Tarif enthalten, ohne Aufpreis.
6. Wie wir unsere Einschätzungen benennen
Damit du eine Zahl nicht selbst einordnen musst, geben wir dir zu jeder Kennzahl eine Einschätzung in Worten. Die Schwellenwerte dafür sind fest und für alle Marken gleich:
| Kennzahl | Sehr gut | Solide | Ausbaufähig | Schwach |
|---|---|---|---|---|
| Sichtbarkeit (wie oft die KI dich nennt) | ab 50 % | ab 25 % | ab 10 % | darunter |
| Zitate (wie oft deine Seiten als Quelle auftauchen) | ab 30 % | ab 10 % | darunter | – |
| Prominenz (wie weit vorne du in der Antwort stehst) | ab 80 von 100 | ab 50 von 100 | darunter | – |
Auch deinen Platz im Vergleich mit deinen Wettbewerbern ordnen wir nach festen Regeln ein: Platz 1 ist sehr gut, die vordere Hälfte solide, dahinter ausbaufähig, der letzte Platz schwach.
Bei weniger als 20 Messungen bekommst du noch keine Einschätzung. Lieber keine Aussage als eine, die aus zu wenigen Daten Verlässlichkeit vorgaukelt.
7. Wo unsere Messung an Grenzen stößt
- Wir fragen die KI-Dienste über ihre Schnittstelle, nicht in ihrer App. Die Antworten können deshalb leicht von dem abweichen, was einzelne Nutzerinnen und Nutzer dort sehen.
- Schwankungen zwischen einzelnen Tagen sind normal, kein Fehler in der Messung. Deshalb zeigen wir dir immer eine Bandbreite (den Vertrauensbereich) statt einer einzelnen Zahl.
- Wir können dir nicht garantieren, wie oft eine KI dich künftig nennt — oder ob überhaupt. Unsere Zahlen sind Messwerte, keine Versprechen.